Saturday, March 28, 2015

Irgendwas mit Gesellschaft und Zusammenhalt

Das hier ist ein Versuch das Geschehene (#GermanWingsCrash) und die mögliche Ursache dafür zu verarbeiten, einzuordnen, und keine negativen Konsequenzen daraus zu ziehen.

Was Gesellschaft zusammenhält ist ja u.a das Vertrauen zueinander. Das Vertrauen darauf, dass der eine dem Anderen im Vorbeigehen nicht ein Messer in den Bauch sticht, oder ein Pilot ein Flugzeug auch sicher nach Hause bringt, anstatt es gegen einen Berg zu steuern.
Ich nenne es Ur-Vertrauen.
Letzteres Beispiel war wohl bedingt durch eine aus den Fugen geratene Psyche. Auch ersteres Beispiel könnte ich mir nur aufgrund solch einer Störung vorstellen.

Dass Menschen immer häufiger mit einer psychischen Erkrankung zu kämpfen haben, wird ja seit einiger Zeit immer mehr in den Medien berichtet, und im Idealfall wird dazu auch gleich Aufklärung betrieben (NDR Info; ARTE). Das ist wichtig, vor allem für Menschen, die für solche Erkrankungen bisher gar kein Verständnis haben und damit noch nie in Berührung gekommen sind.

Aufklärung ist gut, aber was ist womöglich die Folge?
Ich befürchte, dass das Ur-Vertrauen erschüttert werden könnte, wenn Menschen immer mehr das Bewusstsein dafür Erlangen, dass ihr Gegenüber einer solchen Krankheit zum Opfer gefallen sein und womöglich unberechenbare zerstörerische Handlungen vornehmen könnte.
Das ist eine ziemlich krasse zugespitzte Denke und im derzeitigen Zustand der Gesellschaft glaube ich selbst nicht an eine derartige Zerrüttung.
Ich halte sie aber für möglich, sofern nicht, neben dieser wirklich Sinnvollen Aufklärung, auch die Betreuung von solchen Krankheiten mehr Aufmerksamkeit erhält. Und eine Ursachenforschung, woher diese Krankheiten kommen, vorrangig Depression. Dass diese zu einer Volkskrankheit geworden ist, kann ja keinen unerfindlichen Grund haben.

Ich denke, die Art und Weise, wie der Mensch im hochentwickelten Europa heute lebt (oder wie ihm ermöglicht wird zu leben), kann kein Zukunftskonzept sein. Wo wenn nicht hierin steckt sonst diese wachsende Zahl der psychischen Erkrankungen?
Einem Menschen immer nur Leistung abverlangen, den meisten davon ohne fairen Lohn als Gegenleistung, dazu unsichere Arbeitsbedingungen, bei denen man sich keine Krankheiten erlauben darf. Das kann doch dauerhaft nicht gut gehen...

So viel dazu.
Ich denke, meine Vermutung für die Ursache der Ursache für dieses katastrophale Ereignis ist klar. Vielleicht passiert ja irgendwann mal was in die Richtung.

Nun auf in die Welt und den Mitmenschen Aufmerksamkeit und Vertrauen schenken. Und den Arschlöchen, die diese Welt zu der heutigen gemacht haben, ganz viel Hass.

-----------------
Nachtrag

Diese Doku kann man sich mal ansehen. Sie stellt die richtigen Fragen und gibt Antworten, die sogar in Richtung meiner Gedanken gehen. Zeigt aber auch auf, wie falsch inzwischen mit diesem Thema umgegangen wird, vor allem seitens der Pharmaindustrie.


Saturday, November 29, 2014

Die Geschichte von Wadim

Die Geschichte von Wadim. Eine unfassbar und zutiefst traurige. Wie viele andere Geschichten von Menschen, die versucht haben in Deutschland oder sonstwo in Europa ein zu Hause zu finden, oder, wie hier, sogar gefunden haben, es aber nicht behalten durften.

Ich hatte schon Ende 2012 von dieser Doku erfahren und es dann Aufgrund meiner Reise nach Südamerika nicht geschafft sie mir anzusehen. Die Zeit nach einer Ausstrahlung im öffentlich rechtlichen TV mehrmals danach gesucht, sie aber nicht gefunden und inzwischen leider aus den Augen verloren. Heute bin ich zufällig darauf gestoßen.

"Wadims Geschichte verdeutlicht so sehr, wie wichtig das ist zu verstehen, dass es für jeden Menschen ein zu Hause geben muss, einen Ort, wo er hingehört. Und, dass das ein sehr wertvolles Gut ist, auf dem man nicht herumtrampeln darf." - Sagt der Anwalt der Familie zum Ende des Films.
Eine Aussage, die mich, seit ich sie zum ersten mal 2012 hörte, nicht mehr los lässt. Eine Aussage, die ich am liebsten in allen Sprachen dieser Welt ganz groß in den Himmel schreiben möchte, sodass jeder sie (vorge)lesen (bekommen) kann und verinnerlichen.
Das Thema Asyl/Flucht war noch neu für mich, ich hatte mich noch nicht viel damit befasst. Bis heute eigentlich nicht viel mehr, schätze ich.
Ich bekomme hier und da Geschichten mit und höre oder sehe sie mir auch an. Da sie bei mir stets Betroffenheit, Hilflosigkeit und Wut auslösen, bleibt es auch nur beim Anhören/Ansehen. Irgendwann überfordert das und ich befasse mich wieder mit meinem Leben. Nun schreibe ich zum dritten Mal etwas zu diesem Thema auf. Bisher ist mir noch keine andere, zufriedenstellende Lösung eingefallen, wie ich mit dem Thema über das Anhören der diversen Geschichten hinaus umgehen will.

Wadims Bruder sagt zu diesem Film:
"Sie werden mit Ihrem Film keine Gesetze ändern, oder die radikale Ausländerpolitik in Hamburg. Sie werden für einen Moment Mitleid auslösen, bis die Menschen wieder an sich selber denken."
Recht hat er wohl, aber hoffentlich nicht für immer.
Auf mich bezogen hat er nur bisschen recht. Ich nehme aus jeder dieser Geschichten immer etwas mit, was meine Gedanken und letztlich meine Einstellung ggü dieser Welt formt. In der Hoffnung, dass da irgendwann etwas nützliches bei rum kommt.
Acht Monate nach Wadims Tod änderte sich das Asylrecht. Geduldete Jugendliche, die länger als 6 Jahre in Deutschland leben, können ein Bleiberecht bekommen. Die zu erfüllenden Bedingungen sind aber wohl sehr streng, ob Wadim die erfüllt hätte wird nachträglich sicher niemand mehr untersuchen. Aber immerhin hat hier Wadims Bruder schon mal nicht gänzlich recht behalten, auch wenn das sicher nicht annähernd die Veränderung ist, die er im Sinn hatte.

Vor zwei Jahren wusste ich das Thema noch nicht so recht zu "bewerten", inzwischen habe ich die Auffassung, dass man diese Menschen nicht alle gleichermaßen per Gesetz abarbeiten kann. Gesetze, die darauf abzielen, Menschen wieder los zu werden, auch nach über 10 Jahren noch, statt ihre Geschichte zu berücksichtigen, ihre Bemühungen - ihren neu gewählten Lebensort zu einem zu Hause zu machen und ihn mit LEBEN zu füllen - zu fördern und ihnen eine Starthilfe zu geben, bald auf eigenen Beinen stehen zu können. Nein dieses System zermürbt die Menschen lieber, macht sie psychisch so kaputt, dass sie daran zerbrechen und überhaupt nicht mehr fähig sind, an der Gesellschaft teilzuhaben, in welche sie bereits integriert waren.

Die Doku, ca 90 Min



Oder hier, für Menschen mit weniger Zeit, ein guter Beitrag von Panorama, ca 8 Min




Und hier noch eine Leseempfehlung zum Thema Asyl & Abschiebung. Ein Augenzeugenbericht zu einer Abschiebung in Hamburg incl. einiger Fakten zu sog. sicheren Herkunftsländern.

Thursday, October 30, 2014

Reclaim your Stadionbereich

Kleiner Motzbeitrag zum Spiel FCSP vs. BVB - 28.10.2014

Dieser Eintag kann nicht gut werden... Am Tag nach dem Spiel bin ich gesundheitlich noch matschiger, als am Spieltag. Das mag einerseits selbstverschuldet sein, da ich ins Stadion gegangen bin, statt mich mit Tee & Teddy vor das TV-Gerät zu kuscheln, andererseits schiebe ich es auf den üblichen Verlauf einer Erkältung.
Aufgrund dieses matschigen Zustandes fällt es auch schwer meine Eindrücke des abends irgendwie geordnet zusammen zu fassen und gut durchdacht zu bewerten, versuche das aber dennoch, da ich das in diesem Fall für wichtig halte und mir mit jedem weiteren Tag wohl mehr Eindrücke verloren gehen würden.

Grausam, es war einfach nur grausam.
Wenn viele Menschen sich in einen engen Raum begeben ist eines besonders wichtig: Vertauen.
Das Vertrauen in den idR fremden Menschen, dass er sich verantwortungsbewusst verhält, dass er Rücksicht nimmt, dass er auf seine Umgebung achtet, dass er auf die Menschen um einen herum aufpasst und ihnen ggf hilft oder wenn nötig klar die Grenzen aufzeigt.
Davon war an diesem Abend nahezu nichts zu spüren.

Ich stand etwa eine Stunde und zwanzig Minuten vor Anpfiff in einer proper gefüllten Südkurve, die im Normalfall erst ca 30 Min vor Anpfiff derart gefüllt ist. Das scheint ungewöhnlich, aber in Anbetracht des Ereignisses (2. Runde Pokal, ZU HAUSE) und des Gegners (Borussia Dortmund) für mich nicht verwunderlich ist. Explizit stand ich (Blickrichtung von der Tribüne) sehr nah am rechten der beiden mittleren Mundlöcher, etwa 5-6 Stufe von oben, links direkt an der Treppe (= rot bemalte Stufen). Ich stehe dort schon im Normalfall ungern, da es mir zu wuselig ist und ich der Meinung bin, dass sich dort möglichst wenige Menschen sammeln sollten. An diesem Abend habe ich #ausgruenden noch mal einen Versuch gestartet.
Das übliche Prozedere: Menschen drängeln sich nach oben, um Getränke/Essen zu holen oder auf Toilette zu gehen, andere drängeln sich erleichtert oder mit ihren Errungenschaften nach unten, oder seitlich in die Reihen. Ich versuche noch Platz zu machen, wo es geht, den Durchgang zu erleichtern, eine Lücke zum kurzzeitigen stehen bleiben zu ermöglichen, Nur nach 10 Minuten war das kaum mehr möglich, da zu viele Menschen auf der Treppe einfach da stehen blieben, wo sie wollten/nicht weiter kamen und somit nun auch die Treppe dicht war und nur noch unter Anstrengung ein durchkommen ermöglichte. Rechts neben mir ein Mädchen, dem ich kurzzeitig Platz geboten hatte, weil ich davon ausging, dass sie gleich weitergehen und nur den Gegenverkehr durchlassen würde. Als sie sich nicht mehr bewegte, fragte ich sie freundlich, daraufhin gab sie mir zu verstehen, dass sie nun hier stehen bleiben würde. Da verlor ich dann langsam die Fassung, blieb auch nicht mehr sonderlich höflich und stellte mich wieder in meine übliche Position. Sie wies mich darauf hin, dass neben mir ja noch Platz sei. Das war durchaus möglich, es war nur "leider" der Platz, den ein Mensch zum atmen braucht, wenn er sich mit anderen auf einem engen Raum versammelt. Zumal Platz zu haben, neben den Füßen, nicht gleich bedeutet, dass auf Höhe des Oberkörpers auch noch Platz für ein weiterer Oberkörper ist. Eine Erkenntnis, die nach einem einfachen Blick so schwer nicht zu erringen sein sollte.
Es war unfassbar, wie uneinsichtig und sozial inkompetent Menschen sich hier verhielten.
Ein-Zwei Stufen über mir auch ein Paradebeispiel dafür: Zwei der Menschen mit denen ich ins Stadion gekommen bin standen dort sehr beengt und hinter ihnen spielte sich jemand auf, der nun meinte (mit seinem Kumpel?) auf seinen Stammstehplatz bestehen zu müssen, ungeachtet der Tatsache, dass da einfach kein Platz mehr war. Er meinte dabei (soweit ich das mitbekommen habe) auch äußern zu müssen, dass er die beiden hier noch nie gesehen habe und sie sich doch bitte verpissen sollen... Die beiden sind seit geraumer Zeit zu jedem Heimspiel im Stadion, das nur als Info.
Grausam mit welcher Überportion an Ignoranz und Unverschämtheit sich die Menschen hier benommen haben. Im Verlauf des Spiels musste sich ein Trottel auch noch ständig von oben in die Menschenmenge rein drücken und sich von ihr auffangen lassen, weil er zu betrunken(?) war sich allein Halt zu verschaffen. Pauliparty olé! Und es erklärte sich auch niemand von den Umstehenden bereit dem mal ein par Takte zu erzählen und ihn hinaus zu bitten. Applaus für dieses Publikum. Nicht!
Ist es denn soooo schwierig zu erkennen, dass man sich am besten nicht mehr in eine Menschenmenge stürzt, wenn da schon eine Wand vor einem steht? Offensichtlich doch. Immer rauf da, muss ja schließlich irgendwie zu meinem Stammplatz gelangen, da steht bestimmt noch niemand...
Hat denn niemand etwas aus den Ereignissen bei der Love-Parade 2010 gelernt? Oder der Hillsborough-Katastrophe in Sheffield? (Welche sich in diesem Jahr zum 25. mal jährte und auch durch die Medien gegangen ist.) Ich will nicht sagen, dass ich an diesem Abend ernsthaft, die Gefahr gesehen habe, dort ähnliches zu erleben, aber die Menschen um mich hätten unter noch schlimmeren Umständen durchaus das Potential gehabt eine kritische Situation noch weiter zu verschlimmern - und das machte mir richtig Angst.
Es gab auch einfach keinen Raum mehr, um im Notfall eine Art "Rettungsgasse" zu bilden, um ggf jemandem raus zu helfen, der Kreislaufprobleme oder sonstwas hat oder einen Panikanfall bekommt.
Von Besonnenheit war auch nicht viel zu sehen. Da werden Menschen aggressiv und prügeln sich fast, weil sie ob der Enge irgendwie aneinander geraten. Das ist auch wunderschön zu erleben, wenn du entweder unmittelbar daneben stehst und dich nicht entfernen kannst, oder wie ich zu weit weg stehst, denen klar zu machen, dass sie sich einen blöden Ort für ihre Streitereien ausgesucht haben. Die Situation löste sich dann glücklicher Weise auch irgendwie verbal auf, aber zunächst stand ich da schon mit ner Portion Angst im Nacken.
In dieser Gesamtsituation habe ich mir dann doch mal ein paar Ordner gewünscht, die diesen Bereich regulieren. Ich wünsche mir das nun nicht pauschal für jedes Spiel, aber zumindest bei denen mit derart hohem Andrang. (Und niemand kann mir hier erzählen, dass das nicht absehbar war!)
So weit ich weiß ist das auch ein Ergebnis der sich weitgehend selbst verwaltenden Südkurve, dass hier keine Kontrolle/Regulierung per Ordner stattfindet. An sich nicht verkehrt, aber dann muss ich mir als Ultra-/Südkurvengruppe doch auch mal den Hut aufsetzten und in solchen Situationen ein Auge drauf haben und da ggf eingreifen, Ansagen übers Megafon machen, irgendwas...!!!

Ich hatte (da war es so kurz vor Anpfiff) auch kurz Überlegt, der Situation zu entfliehen, bin dann aber #ausgruenden doch erst mal da geblieben, und weil ich die Hoffnung hatte, dass sich die Menschenmenge kurz nach Anpfiff per Einhaken und Hüpfen noch gleichmäßig verteilen würde. Einmal die Süd durchschütteln, wie ich es gern nenne. Pustekuchen, wenn da zu viel verkeilt ist, bringt auch das nix mehr. Nahezu keine Bewegungsfreiheit, sodass der übliche Support mit Klatschen & Co auch eher zu Qual wurde.
Also ans Spielfeld geklammert. Mit dem Support wollte ich mich ob meiner angeschlagenen Gesundheit eh zurück halten. Half aber nicht, diese beengte Situation blockierte auch im Kopf irgendwie alles und nahm jegliches positives Gefühl für dieses Ereignis auf dem Rasen...
Von der GG hab ich auch die Meldung erhalten, dass es dort sehr eng gewesen ist.
Insgesamt super unverantwortlich was da passierte.
Halbzeitpause.
Menschen machten sich auf Getränke zu holen usw... Endlich löste sich das mal und das Atmen fiel leichter. Schnell versucht eine Nachricht an jemanden los zu schicken, ob sie denn noch Platz hätten. (Das Netzt lässt auch ständig zu Wünschen übrig! Somit wäre auch das Absetzen eines Notrufes an eine andere Person im Stadion ziemlich schwierig, gleich den Notruf zu wählen gibt nun auch nicht jede schwierige Situation her)
"Da geht noch was". Hervorragend! Dank der gelösten Menschenmenge, kam ich da nun auch relativ fix raus. Kumpel kurz getroffen und Bescheid gesagt, dass ich da weg bin. Dass der Platz mittig der Kurve wichtiger ist, als das eigene Wohlbefinden, oder das der Mitmenschen, fällt schwer nachzuvollziehen.
Ein Aufgang nach links und ohne Gequetsche die Stufen runter zu Bezugsgruppe B gelangt. Ein Unterscheid wie Tag und Nacht.

Bürotechnik! Hurra \o/
Sehr sehr gut gemacht, schön kontrolliert und keine Gefahr gesehen, dass da Menschen was abbekommen. Jetzt nur nicht vergessen, auch die Wunderkerzen weit nach oben zu Halten UND nicht 4 auf einmal zu nehmen, die kleinen Funken können gemein werden. Kann man noch mal üben.
In der zweiten Halbzeit kam dann auch die Freude wieder. Hüpfen und singen brachte Spaß und ich musste mich selbst ständig erinnern, dass ich mich zurück halten wollte. Das hat nur bedingt geklappt, was man nun auch daran merkt, dass der Beitrag erst einen Tag später als geplant fertig geworden ist.

[Motzmodus ende]

Sunday, September 14, 2014

Danke, es geht mir gut.

Die Frage nach dem Wohlbefinden. Eine einfache, und doch stellt man sie wohl zu selten.
Ich selbst kann nicht wirklich sagen, wann ich sie zuletzt einem Freund gestellt habe. Halte mich doch aber im Allgemeinen für sehr interessiert am Leben der Menschen, die mich umgeben. Festgestellt habe ich, dass sie mir nicht sonderlich häufig gestellt wird bzw in der Vergangenheit nicht gestellt wurde. Diese Erkenntnisse betrüben. Letzteres trifft mich ziemlich, da ich #ausgruenden eh grad ein schwankendes Gemüt habe und die Gewissheit brauche, dass Menschen für mich da sind, wozu auch gehört, dass sie sich für mich/mein Leben interessieren. Da war in letzter Zeit echt viel los. Und es geht mir tatsächlich ganz gut, vllt sogar sehr gut. Aber es bringt irgendwie alles nichts, wenn sich kaum einer der Menschen die mir nah stehen (sollten) dafür interessiert.
Wie nun damit umgehen?
Dem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit nachgehen und sich dann Egoismus vorwerfen lassen?
Die Frage nach der richtigen Portion Egoismus verfolgt mich ja schon einige Jahre und ich versuche da stets an der richtigen Dosierung zu arbeiten. Aber die findet man wohl auch nur im Austausch mit anderen. Blöd, wenn da kaum mehr Austausch stattfindet.
Problem definiert?
Lösung wäre schön.

Sunday, August 17, 2014

mobile Sanitärsysteme und Wolkenspiele (Fußball)

Es ist Pokalzeit. Der weltweit beliebte alljährliche Wettbewerb, der von Juni bis August dauert - von der Auslosung bis zur ersten Runde. Das Pflichttestspiel zu Beginn der Saison. Die eine Auswärtsfahrt der Saison, die nie auf dem Fanladentourshirt erscheint.
Es war die fortgeschrittene Bokalrunde, als ich anfing den FCSP aufmerksam zu verfolgen. Seither nix gerissen. Jetzt wissta warum, jetzt ises raus!

"Hat sich eigentlich jemand informiert, wann die zweite Runde ist?"
...
"Es gibt eine zweite Runde?!?! o.O "
So viel zu diesem Thema.

Es gibt tatsächlich eine zweite Runde, das weiß ich seit heute wieder.
(Es gab angeblich schon mal eine im Jahre 2012. Aber da bin ich 3 Tage vorher nach Südamerika geflogen, also zählt das eigentlich nicht.)
Aber von vorn.
Der Wecker läutete den Tag um 7 Uhr ein. Kurz danach ein Anruf von der Mfg, die eigentlich erst auf dem Rückweg dabei sein wollte... "verpennt"..."mag nicht allein 3h Regio fahren" ...Also zum Auto gelotst und auch schon auf dem Hinweg mitgenommen (was ich ihm eigentlich schon vor Tagen so empfohlen hatte...). Eine der besten Entscheidungen des Tages. Somit war ich mit meinem FCSP-Homie und meinem FCSP-Auswärtsi zusammen auf dem Weg zum Pokalfinale. Hurra \o/
Die Fahrt wurde mal wieder mit bester(!) Musik untermalt und so rollten wir vergnügt und ohne besondere Vorkommnisse gen Vogelsang. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt (jaaaa meine Schuld, sorry Jungs!) den Parkplatz am See gefunden und mit den Ufftas gen Eingang gelaufen. Der Einlass war etwas knapp bemessen, aber Geduld und Besoffe...sonnenheit sind in solchen Momenten der Fanzene ja in der Regel nicht fremd.
Das Stadion fand ich sehr kuschelig. Ich mag Plätze auf denen noch eine gewisse Nähe zum Spielfeld existiert. Und auch der Zaun dazwischen war noch sehr freundlich gehalten und wirkte nicht wie eine übertriebene Sicherheitspanikmaßnahme. Dennoch hinterließ der DFB sichtlich Spuren seines irrwitzigen Wahns irgendwas regulieren einzugrenzen auszusperren zu müssen. Neutralisierung ist ja seit kurzem ein beliebtes Thema und durfte auch hier nicht fehlen: Wir konnten neutrale mobile Sanitärsysteme begutachten:



Zum Spiel selbst, lest am besten Blogs die davon Ahnung haben. Mir kam das ganze insgesamt schon mal wesentlich motivierter und engagierter vor, als das, was wir bisher in den beidern vergangenen Spielen erleben mussten. Allerdings habe ich das eigentlich auch nicht anders erwartet, außer alternativ ein Topping der beiden vergangenen Spiele, bei dem das heutige Ergebnis (1:3) dann genau andersrum (3:1) ausgesehen hätte. Nur zum Ende hin, kurz vorm Gegentor und danach bis zum Abpfiff, sah es gelegentlich schon so aus, als hätten sich die Jungs (mal wieder) an das Niveau ihrer Gastgeber angepasst.
Den Support fand ich persönlich großartig. Ich selbst stand von unserer Tribüne aus gesehen weiter links so Höhe knapp vor der Strafraumlinie. Und dort kam immer mal was von den Ufftas rüber geschwappt - was dann mal mehr mal weniger gut Synchron begleitet wurde ^^ - oder es wurde Eigeninitiative ergriffen, die dann vielleicht auch mal bis zu den Ufftas schwappte? Insgesamt ein reger Austauch quer über "unseren" ziemlich breiten & schmalen Stehbereich, was ich in der Intensität unter diesen Umständen noch nicht so erlebt habe :) ...meine Idee war dann, ob das mit der alten GG vergleichbar gewesen wäre, die ich ja nur zweimal persönlich erleben durfte (bei meinem ersten und "ihrem" letzten Spiel am Millerntor), und ich das so einfach nicht einschätzen kann. Da freue ich mich doch auf Einschätzungen von alten Hasen und vom AFM-Radio. Darüber könnten die Hoschis vom Millernton ja sicher einfach mal kurz schnacken nächste Woche ;)
Ansonsten war noch Wetter, mit mehr als genug Regen und ganz viel Sonne und dann wieder Regen. Erwähnenswert ist das, weil es einige Zeit vor dem zweiten Regen nämlich so aussah:


Und dann kurz vor dem zweiten Regen so:



Die Wolkendecke hatte ein bisschen was von einer Szene aus Independence Day...

Pokalfinale gewonnen. Hurra \o/
Wann nun die zweite Runde ist, weiß ich noch immer nicht. Das ganze Prozedere kann der Millernton ja auch einfach mal erläutern, was passiert, wenn der Wettbewerb, der von Juni bis August dauert, tatsächlich gewonnen wurde...

Danke und gute Nacht.


***NACHTRAG***

Rückfahrt. War ja auch noch. Fast vergessen. (Nachts bloggen ist einfach nich klug)
Die lässt sich eigentlich super mit folgenden Tweets zusammenfassen.






Und wie war er sonst, der Ausflug nach Rathenow... nach BRANDENBURG...?
Das kann euch Rainald Grebe erzählen ;)